Roaming

Roaming bezeichnet die Fähigkeit eines Mobiltelefons, sich in einem anderen, d.h., fremden Mobilfunknetz anzumelden, um seinem Benutzer Telefongespräche und Datendienste zu ermöglichen. Ein Roaming-Service ist immer dann wichtig, wenn sich der Nutzer außerhalb des von seinem Serviceprovider angebotenen Netzgebiets befindet. Damit findet Roaming heute vor allem außerhalb der Landesgrenzen statt. In früheren Zeiten, als die Mobilfunkinfrastruktur noch nicht im selben Maße ausgebaut war wie heute, war es noch üblicher, direkt angezeigte Roaming-Dienste innerhalb der Landesgrenzen in Anspruch zu nehmen. Heute wird Roaming vor allem bei innereuropäischen Auslandsaufenthalten genutzt. Dabei erfolgt die Abrechnung über den eigenen, heimischen Netzbetreiber.

Nach einer Flut von Beschwerden über unüberschaubare Auslandsgebühren hat die EU verbindliche Höchstgrenzen für Roaming-Gebühren festgelegt. Mittlerweile fallen für das Telefonieren im Ausland keine weiteren Gebühren mehr an. Das EU-Parlament hat schon 2016 die Abschaffung der Roaming-Gebühren beschlossen, die am 15. Juni 2017 in Kraft trat. Seitdem können Mobilfunknutzer innerhalb der EU zum selben Preis Anrufe tätigen, wie in ihrem Netz Zuhause – ganz ohne Aufschläge. Doch nicht nur Telefonate und SMS sind von Aufschlägen befreit, auch die Nutzung des mobilen Netzes müssen die Anbieter ohne Zusatzkosten ermöglichen.  Beim Surfen gibt es allerdings eine Einschränkung: Meist kann nicht das ganze Datenvolumen auch im Ausland versurft werden, sondern nur ein Teil davon. Außerdem bieten einige Anbieter auch das gebührenfreie Telefonieren in der Schweiz und Norwegen an, obwohl beide Länder nicht zur EU gehören. Seit der neuen EU-Regelung lohnt es sich aber genau hinzuschauen, wenn Du einen Vertrag abschließt. In einigen Tarifen gelten die Konditionen tatsächlich nur für das Heimatland und die SIM-Karte kann im Ausland gar nicht benutzt werden.

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